Es gibt Hersteller, die zehn verschiedene Wirkstoffe in zehn verschiedenen Produkten anbieten, je nachdem, was gerade im Trend liegt. Wir machen das bei tigogreen bewusst nicht. Seit der Gründung dreht sich bei uns fast alles um einen einzigen Pflanzenstoff: EGCG aus grünem Tee. Kein Bauchladen, sondern Spezialisierung – und dafür gibt es einen Grund, der tiefer geht als reines Marketing.
Warum ausgerechnet EGCG
EGCG (Epigallocatechingallat) ist das am besten untersuchte Catechin aus grünem Tee und gleichzeitig eines der meistzitierten Pflanzenstoffe der Ernährungsforschung überhaupt. Genau diese Forschungstiefe war für uns der Grund, uns zu spezialisieren, statt uns zu verzetteln: Wer sich auf einen Stoff konzentriert, kann Qualität, Herkunft und Dosierung wirklich bis ins Detail durchdringen – statt bei zehn Rohstoffen überall nur oberflächlich Bescheid zu wissen.
Die Geschichte, die die EGCG-Forschung bekannt gemacht hat
Ein Kapitel, das viele nicht kennen, aber das die EGCG-Forschung maßgeblich geprägt hat: Der Heidelberger Hämatologe Prof. Werner Hunstein erhielt 2004 die Diagnose einer systemischen Leichtketten-Amyloidose – eine seltene, das Herz betreffende Erkrankung, die damals als unheilbar galt. Basierend auf Laborforschung von Prof. Erich Wanker (Max-Delbrück-Centrum Berlin), der gezeigt hatte, dass EGCG im Labor Amyloid-Ablagerungen reduzieren kann, begann Hunstein einen Selbstversuch: zwei Liter grünen Tee täglich. Er beobachtete eine Verbesserung seiner Herzwerte und veröffentlichte seinen Fall 2007 im renommierten Fachjournal Blood – ein Fallbericht, der international Aufmerksamkeit erregte und die EGCG-Forschung zu Amyloidose deutlich vorangetrieben hat.
Was die Wissenschaft seither ehrlich dazu sagt
Und hier kommt der Teil, den wir nicht weglassen möchten, auch wenn er unserer eigenen Begeisterung für EGCG nicht in jedem Punkt in die Hände spielt: Die spätere placebokontrollierte, randomisierte Studie an der Uniklinik Heidelberg mit 38 Amyloidose-Patienten fand nach einem Jahr keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen EGCG- und Placebo-Gruppe. Ein einzelner, gut dokumentierter Selbstversuch ist eben etwas anderes als eine kontrollierte klinische Studie – und genau dieser Unterschied ist einer der Gründe, warum wir bei tigogreen so vorsichtig mit Wirkversprechen umgehen. Auch eine spätere Beobachtungsstudie zu EGCG-Grüntee-Kapseln bei Frauen mit Uterusmyomen (Freie Universität Berlin, 30 Teilnehmerinnen) zeigte zwar eine leichte Verbesserung beim subjektiven Wohlbefinden, aber ausdrücklich keinen Zusammenhang zwischen Kapseleinnahme und Myomgröße oder Laborwerten. Die Forscher selbst empfehlen größere, kontrollierte Folgestudien, bevor man von einem gesicherten Nutzen sprechen kann.
Warum wir das trotzdem erzählen
Weil Wissenschaft eben nicht nur aus bestätigten Erfolgsgeschichten besteht, sondern auch aus Ergebnissen, die die eigene Hoffnung nicht eins zu eins bestätigen. Genau dieser ehrliche Umgang mit offenen Fragen ist für uns Teil dessen, was Spezialisierung bedeutet: nicht nur ein Produkt zu verkaufen, sondern den Stoff dahinter wirklich zu verstehen – inklusive seiner Grenzen. Deshalb engagieren wir uns auch selbst in der Forschung: Aktuell arbeiten wir mit einer Wiener Universitätsklinik an einer laufenden, noch nicht veröffentlichten Doppelblindstudie zusammen. Sobald es Ergebnisse gibt, berichten wir darüber – so, wie wir es auch mit den weniger eindeutigen Studien hier gehalten haben.
Dosierung und Sicherheit im Detail
Wie viel EGCG in einer Tasse Tee steckt, wo laut EFSA die Grenze liegt, ab der in Studien erste Leberwert-Veränderungen beobachtet wurden, und worauf du bei Kapseln achten solltest, haben wir ausführlich in unserem Artikel Grüntee-Extrakt – Leber-Risiko oder unterschätztes Potenzial zusammengefasst.
Fazit
Wir haben uns nicht spezialisiert, weil EGCG ein Wundermittel ist – sondern weil ein einzelner, gut erforschter Stoff es uns erlaubt, wirklich in die Tiefe zu gehen: bei Qualität, bei Herkunft, und eben auch bei der ehrlichen Einordnung dessen, was die Wissenschaft bisher zeigt und was noch offen ist. Wer neugierig auf das Ergebnis dieser Spezialisierung ist, findet es in unserem tigovit Grüntee-Extrakt.


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Die Geschichte hinter tigovit: Selbst gegründet, ohne Investoren, mit Herzblut